Beim Arzt

Rund um den Besuch bei Ärzt*innen

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© Joyseulay/Shutterstock.com

Den passenden Arzt oder Krankenhaus finden

Eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrer behandelnden Ärztin bzw. zu Ihrem behandelnden Arzt spielt eine wichtige Rolle für Ihre Gesundheit. Wie genau Menschen sich über Gesundheitsthemen informieren möchten und in welchem Maße sie sich an medizinischen Entscheidungen beteiligen möchten, ist von Person zu Person unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass Sie für sich persönlich das Gefühl haben, ein offenes Ohr für Ihre Fragen und Anliegen zu finden.

Bei der Vielzahl an Ärzten, Kliniken und Krankenhäusern fällt es teilweise schwer sich einen Überblick zu verschaffen und den für die eigene gesundheitliche und persönliche Situation passenden Arzt zu finden.

Hilfreiche Tipps zur Arzt- und Krankenhaussuche

Vorbereitung auf das Arztgespräch

Während eines Arztgesprächs ist die Zeit oftmals knapp und es ist als Patient*in schwer, die richtigen Fragen zu stellen. Möglicherweise erhalten Sie auch Informationen, die Sie nicht spontan verstehen oder aus denen sich Nachfragen ergeben, die Sie nicht direkt klären können. Aus diesem Grund bleiben häufig viele Fragen offen. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich zu Hause in Ruhe auf das Arztgespräch vorzubereiten. Im Internet gibt es hilfreiche Angebote, die Sie dabei unterstützen können. Auf diesen Seiten haben wir einige sinnvolle Angebote für Sie zusammengestellt.

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/patient-arzt/wer-fragt-gewinnt
Auf der Internetseite der Stiftung Gesundheitswissen (SGW) finden Sie fünf Fragen, die Sie dem/der Ärzt*in stellen können, um alle für Sie relevanten Antworten zu erhalten. Die SGW wurde vom Verband der Privaten Krankenversicherungen gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts.

https://www.patienten-universitaet.de/node/38
Auf der Internetseite der Patienten Universität der Medizinischen Hochschule Hannover finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie sich auf ein Arztgespräch vorbereiten können. Darüber hinaus können Sie sich eine individualisierte Checkliste, z.B. mit Fragen zur Medikamenteneinnahme, Untersuchungen oder Diagnosen, für Ihren Arztbesuch selbst zusammenstellen.

https://www.weisse-liste.de/de/arzt/checkliste/
Auf der Internetseite „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung finden Sie eine Checkliste, die Ihnen dabei hilft, Ihren Arztbesuch gut vorbereiten. Auf zwei DIN-A-4-Seiten finden Sie Antworten auf die Fragen, was Sie zu einem Arztgespräch mitbringen sollten und wie Sie Unklarheiten und Ängste im Gespräch vermeiden können. Diese Orientierung und weitere Tipps können Sie sich auf der Seite auch als PDF herunterladen und/oder ausdrucken.

https://www.gesundheitsinformation.de/frageliste-fuer-den-arztbesuch.2042.de.html
Auf der Internetseite „gesundheitsinformation.de“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen finden Sie eine Liste mit möglichen Fragen für ein Arztgespräch. Es besteht die Möglichkeit, bis zu sechs Fragen aus der Liste auszuwählen, diese auszudrucken und sie im Anschluss mit zum Arztgespräch zu nehmen.

https://www.vfa.de/de/patienten/artikel-patienten/checkliste.html
Auf der Internetseite des Verbands der „forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland“ finden Sie einen Leitfaden für ein erfolgreiches Gespräch mit dem/der Ärzt*in. Das Formular steht Ihnen zum Download und anschließenden Ausfüllen zur Verfügung. Es bietet eine Anleitung, Orientierung und Ideen für sinnvolle Fragen, die für das Arztgespräch hilfreich sein könnten.

https://arztgespraeche.tk.de/#/public/kompetent-als-patient
Die Techniker Krankenkasse bietet auf dieser Internetseite einen Leitfaden an, der Ihnen bei der Vorbereitung und der Durchführung eines Arztgesprächs helfen soll. Dieser Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, sich während des Gesprächs an alle Fragen zu erinnern und durch die Ärzt*innen bestmöglich beraten zu werden.

https://washabich.de/arztbesuch
Auf dieser Internetseite, die von Ärzt*innen und Medizinstudierenden ehrenamtlich betrieben wird, gibt es einen Leitfaden zur Vorbereitung auf das Arztgespräch, der als PDF heruntergeladen werden kann. Dieser enthält unter anderem Tipps für die Vorbereitung eines Arztgesprächs sowie das richtige Verhalten während eines solchen Gesprächs. Zudem erklärt er wichtige Fachworte und Laborwerte.

https://www.patienten-information.de/themen/arztbesuch-und-gesundheitsfragen
Auf dieser Webseite finden Sie Informationen zu Ihrem Arztbesuch und Ihren Gesundheitsfragen. Unter anderem werden verschiedene Checklisten angeboten, die Ihnen dabei helfen können, passende Ärzt*innen zu finden.

Nachbereitung eines Arztgesprächs

Nach einem Arztbesuch haben Patient*innen häufig noch viele offene Fragen, die innerhalb des Gesprächs nicht geklärt werden konnten. Beispielsweise sind die Befunde von Ärzt*innen für die Patient*innen nur schwer zu verstehen, da diese viele medizinische Fachbegriffe und Abkürzungen enthalten. Selbstverständlich ist es für Patient*innen jedoch auch wichtig zu verstehen, welche Diagnose der/die Arzt*in gestellt hat. Die nachfolgenden Angebote können Ihnen bei der Aufarbeitung eines Arztgesprächs helfen:

www.washabich.de
Dabei handelt es sich um eine Internetseite, die von Ärzt*innen und Medizinstudierenden ehrenamtlich betrieben wird und mit verschiedenen Partnern im Gesundheitswesen zusammenarbeitet, wie der AOK oder dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin. Auf „was hab ich“ können Sie als Patient*in einen medizinischen Befund einsenden und kostenlos von Ärzt*innen und Medizinstudent*innen in eine einfach verständliche Sprache übersetzen lassen.

https://www.weisse-liste.de/de/krankenhaus/diagnosendolmetscher/
Die „Weisse Liste“ ist ein Projekt der Bertelsmann Stiftung in Partnerschaft mit den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Auf der Internetseite finden Sie einen sogenannten „Diagnosen-Dolmetscher“, der Ihnen dabei hilft, die fachsprachliche Diagnose Ihrer Ärztin/Ihres Arztes in Umgangssprache zu übersetzen.

https://befunddolmetscher.de/
Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Angebot der „Weissen Liste“, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung in Partnerschaft mit den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Beim Befunddolmetscher haben Sie die Möglichkeit, unverständliche Begriffe innerhalb medizinischer Befunde werbefrei in Alltagssprache übersetzen zu lassen.

Ärztliche Zweitmeinung

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten die Organisation und Bezahlung einer ärztlichen Zweitmeinung an. Gerade nach schwerwiegenden Diagnosen oder vor umfangreichen therapeutischen Maßnahmen, wie operativen Eingriffen, kann es sehr sinnvoll sein, sich eine weitere ärztliche Meinung einzuholen. Wenn Sie sich für eine solche Zweitmeinung interessieren, finden Sie die entsprechenden Informationen in der Regel auf der Homepage Ihrer Krankenversicherung. Die Organisation einer Zweitmeinung kann je nach Krankenkasse unterschiedlich verlaufen. Wir haben Ihnen nachfolgend eine Liste von Links zu verschiedenen Zweitmeinungsverfahren einiger Krankenkassen zusammengestellt:

https://www.barmer.de/zweitmeinung
Die Barmer Ersatzkasse bietet neben der freien Arztwahl bei der Zweitmeinung auch ein spezielles Zweitmeinungsangebot vor geplanten Rücken-, Hüft- und Knieoperationen sowie vor einer Gebärmutterentfernung, einer Mandeloperation oder einer Behandlung mit Zahnersatz an. Hier bietet der sogenannte BARMER Teledoktor u.a. eine Beratung und Übermittlung an Ärzt*innen in Wohnortnähe an.

https://www.aok.de/pk/rh/inhalt/aerztliche-zweitmeinung-1/
Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) hilft ihren Versicherten im Rahmen der freien Arztwahl ebenfalls bei der Organisation einer ärztlichen Zweitmeinung. Hierzu gibt es u.a. eine telefonische Hotline, ein Online-Formular sowie eine Homepage, über die nach Ärzt*innen für eine Zweitmeinung gesucht werden kann. Daneben gibt es einen speziellen Zweitmeinungsservice im Themenbereichen Krebs, mit dem Angebot eines besonderen Begleitservice durch Mediziner*innen.

https://www.tk.de/techniker/leistungen-und-mitgliedschaft/mitgliederservice/arzt-und-krankenhausbesuch/zweitmeinung-vor-operationen/wie-zweitmeinung-nutzen-2034794
Die Techniker Krankenkasse bietet für ihre Versicherten Zweitmeinungsangebote online oder über Kooperationspartner vor Ort an. Über den Serviceanbieter Medexo GmbH (Medizinische Experten Online) können sich die Versicherten eine Zweitmeinung vor geplanten Rücken-, oder Knie-, Hüft- und Schultergelenk-Eingriffen online einholen. Daneben gibt es die Möglichkeit sich über eine Kooperation mit der IMC (Integrative Managed Care) GmbH in einem von 30 Schmerzzentren in Deutschland eine Zweitmeinung vor operativen Eingriffen an der Wirbelsäule oder an Gelenken, wie Knie, Schulter oder Hüfte einzuholen. In Berlin und Brandenburg gibt es für Versicherte zudem das Angebot, sich eine Zweitmeinung vor Operationen an der Wirbelsäule oder an den Gelenken in ausgewählten Reha-Zentren zu holen.